Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe! Generationswechsel im Familienunternehmen - DR. HABICHT | Unternehmensentwicklung
16249
post-template-default,single,single-post,postid-16249,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,qode-theme-ver-2.4,qode-theme-mmd,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.5,vc_responsive

Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe! Generationswechsel im Familienunternehmen

Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe! Generationswechsel im Familienunternehmen

Ein Inhaber- bzw. Generationswechsel im Familienunternehmen stellt immer eine kritische Phase im Unternehmen dar, die normalerweise geplant und vorbereitet werden muss, um zu gelingen. Das ist wie mit einem guten Menü, das muss auch geplant und gut zubereitet werden, um allen Beteiligten zu schmecken. Wer will den Tisch schon unbefriedigt oder mit Magengrummeln verlassen?
Dies gelingt natürlich bei geplanter Nachfolge aus Altersgründen einfacher als bei Unternehmensnachfolgen, die unerwartet und kurzfristig erforderlich werden.

Wichtige Prinzipien für einen erfolgreichen Generationswechsel, bildlich gesprochen die einzelnen Zutaten für unser Menü:
Betrachte den Generationswechsel nicht als Risiko, sondern als Chance für das Unternehmen , als Chance für den Senior und als Chance für den Junior.

Berücksichtige die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten und legt die gemeinsamen Ziele und Visionen für das Unternehmen fest, schafft hier eine Basis mit der alle leben können bzw. die allen schmeckt.

Versuche nicht den Generationswechsel einfach in das Tagesgeschäft zu integrieren, sondern er muss als eigenständiger Vorgang, als selbständiger Prozeß betrachtet werden, sonst ist er in seiner Komplexität nicht zu stammen

Erfolgsfaktoren:

Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe –
so ist es. Ein erfolgreicher Generationswechsel beginnt mit dem Willen, ein Nachfolgekonzept zu entwickeln und die einzelnen Möglichkeiten der Nachfolgeregelung abzuwägen. Nicht immer muss das Offensichtlichste auch das Beste für das Unternehmen sein. Auch wenn auf den ersten Blick viele Gründe dafür sprechen! Um ein geeignetes Konzept zu entwickeln müssen alle Beteiligten ehrlich und sachlich kompetent miteinander kommunizieren. Eine strukturierte Auseinandersetzung mit den möglichen Optionen hilft, dass alle ihre Wünsche, Vorstellungen, Ansprüche , aber auch Ängste und Sorgen offen darlegen und zur Diskussion stellen. So können sich am Ende neue Wege und Zukunftsperspektiven ergeben, die den Einzelnen und das Unternehmen von Fesseln der Vergangenheit lösen.

Es ist besser, unvollkommen anzupacken als perfekt zu zögern –
das bedeutet, dass es eine Konfliktbearbeitung mit allen Beteiligten der Unternehmerfamilie geben muss. Alle müssen miteinander sprechen und die bestehenden Konflikte müssen offen und ehrlich angesprochen werden. Wir alle wissen, dass ein Generationswechsel nicht komplett harmonisch und zur Zufriedenheit aller verlaufen kann. Aber es ist allemal besser etwas zu tun ohne den exakten Ausgang zu kennen als darauf zu warten, dass der perfekte Augenblick eintrifft. Eine Gesamtlösung mit möglichst viel Übereinstimmung wird sich durch die Gespräche und Aktionen entwickeln.

Alles Große in der Welt geschieht nur, weil einer mehr tut als er muss –
deshalb braucht ein Unternehmen eine strikte Vereinbarung neuer Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten nach dem Generationswechsel. Der meist patriarchalische Führungsstil des Seniors muss durch das meist modern und agile teamorienzierte ausgerichtete Führungsmodell des Nachfolgers ersetzt werden um so zu einem neuen Wertesystem innerhalb des Unternehmens zu gelangen, auch wenn dadurch die gesamte Unternehmensorganisation auf den Prüfstand gerät.

Wenn jeder findet, dass Du eine gute Idee hast, dann bist du zu spät –
denn die nächste Generation gestaltet ihre Zukunft selbst und das ist auch gut so. Wichtig ist nun, dass die abgebende Generation nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern sich sinnvollen Aufgaben oder Plänen zuwendet. Hobbys, Partnerschaft, soziales Engagement, Handwerkeln sind alles Dinge, die dabei helfen sich nicht überflüssig oder gar „entmachtet“ zur fühlen. Nur bei einem wirklichen Rückzug kann die Nachfolgegeneration dem Unternehmen zu neuen Perspektiven und neuen Zielen verhelfen und ihm ein neues vielleicht moderneres Gesicht geben. Ein fairer Umgang miteinander und mit den bestehenden Statuten innerhalb des Unternehmens erzeugen die notwendige Sicherheit für die große Veränderung und Verantwortung.

Nicht angepasst sein, das macht den Unternehmer aus –
denn der Generationswechsel findet in den Köpfen statt und einmal nicht im Herzen oder gar im Bauch! Wenn niemand sich in eine Position drängen lässt, in der er sich unwohl fühlt, wenn es sich für alle zufrieden und glücklich gestaltet, dann ist der Change gelungen, dann sprechen wir von einem erfolgreichen Generationswechsel, der alle Beteiligten begeistert!