GENERATIONSWECHSEL IM FAMILIENUNTERNEHMEN - DER WILLE DAZU MUSS SICH IM KOPF ENTWICKELN - DR. HABICHT | Unternehmensentwicklung
16008
post-template-default,single,single-post,postid-16008,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,qode-theme-ver-2.4,qode-theme-mmd,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.5,vc_responsive

GENERATIONSWECHSEL IM FAMILIENUNTERNEHMEN – DER WILLE DAZU MUSS SICH IM KOPF ENTWICKELN

GENERATIONSWECHSEL IM FAMILIENUNTERNEHMEN – DER WILLE DAZU MUSS SICH IM KOPF ENTWICKELN

Mitmachen und ausprobieren solange wir im Kopf noch jung sind!

Wofür steht der Begriff Generationswechsel? Erst einmal fällt uns doch da eine neue Generation der Automobile ein, das neuste iPhone, die aktuellsten App-Entwicklungen, technologische Erneuerungen und natürlich die Generation Z. Wir warten doch förmlich auf den nächsten Technologiesprung mit den damit verbundenen Vereinfachungen und Verbesserungen. Denn der Reiz des Neuen und vermeintlich Besseren ist groß, Veränderungen in den genannten Bereichen nehmen wir gerne an und lassen uns begeistern. Wir adaptieren meistens sehr schnell, experimentieren und entwickeln den persönlichen Nutzen daraus und halten gerne mit den neusten Entwicklungen stand. „Mitmachen und ausprobieren solange wir im Kopf noch jung sind“ ist hier die Devise. Denn daraus ziehen wir auch Impulse für unsere eigene Entwicklung.

Diktat der Veränderung
Doch es gibt auch viele Menschen, die nicht ständig und in immer kürzer werdenden Abständen Erneuerungen und Veränderungen im Alltag erfahren wollen. Es gibt viele Menschen, die sich nicht gerne dem Diktat der Veränderung unterwerfen und stetig neu anpassen wollen. Viele sind genervt durch permanente Nientierung. Sie lassen sich nicht durch neuste Technologien begeistern, sondern empfinden das Erlernen und Anpassen als lästig. Wiederum andere sind bequem und durchaus zufrieden mit dem Status Quo und können und wollen sich nicht vorstellen, dass sich alles irgendwann ausläuft und dann nicht mehr hinreichend funktioniert. Als gutes Beispiel steht hier die Arbeit mit dem Internet, ohne Zugang hierzu, bleibt dem Menschen viel verwehrt. Lehnen wir also Veränderungen in unserer Lebensumgebung ab, lehnen wir damit auch ein Stück der eigenen Entwicklung ab.

Generationswechsel mit der Technologie als Zukunftssicherung
Für die Unternehmen, die einen Generationswechsel für ihre Produkte und Methoden umgesetzt haben, bedeutet das einen Vorsprung im Blick auf Kundenakquise und somit einen Teil ihrer Zukunftssicherung. Als Konsumenten sehen wir nur das Ergebnis. Ist das gut, haben wir alles richtig gemacht. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die Entwicklung und Anpassung neuer Produkte oftmals Jahre in Anspruch nimmt, viele Mitarbeiter beschäftigt, große Investitionen erfordert und letztendlich Zulieferer, Geldgeber und Zulassungsinstitutionen ins Boot geholt werden müssen. Globalisierung und weltweite Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung sowie Digitalisierung führen dazu, dass sich die Geschwindigkeit von Innovation und Adaption bei Technologien weiter erhöhen wird. Beispielsweise dauerte die Adaption durch 50 Millionen Nutzer bei Twitter ein halbes Jahr, bei Facebook ein Jahr, bei Fernseher 13 Jahre und beim Radio 38 Jahre. Die technologische Entwicklung bestimmt die Entwicklung von Unternehmen, ihrer Organisation und Prozesse sowie ihrer Mitarbeiter. Denken Sie an die Veränderungen im Gesundheitswesen, den Verweilzeiten in Krankenhäusern durch medizinischen und technologischen Fortschritt oder die Veränderungen im Handel durch das Internet. Die Digitalisierung ist der größte Generationswechsel unseres Lebenszeitfensters. „Prutschen Sie noch vor sich hin oder Digitalisieren Sie schon?“ Durch die Digitalisierung werden nicht nur Produktprozesse verändert, sondern ein neuer Führungsstil oft verbunden mit Generationswechsel eingeführt.

Familienunternehmen haben die größten Chancen
In Familienunternehmen verbinden die meisten mit einem Generationswechsel die Übertragung der Unternehmensführung auf einen oder mehrere neue Geschäftsführer, Vorstände oder Manager. In Familienunternehmen erfolgt die Übertragung meist auf ein jüngeres Familienmitglied. Der Senior/Patriach tritt ab und überlässt im besten Fall dem Sohn/der Tochter seinen Platz. Vielfach spielt das biologische Alter hierbei eine große Rolle, manchmal zwingen aber auch Krisen den Unternehmer zu diesem Schritt. Es bleibt stets die Frage, ob ein Unternehmen dann schneller aus der Krise herauskommt bzw. sich schneller auf einen innovativen Weg begibt und sich der daraus resultierende Generationswechsel in allen Bereichen des Unternehmens vollzieht.
Mittelständische Unternehmen haben die besten Chancen flexibel zu reagieren, schnell Neues zu adaptieren, auszuprobieren und sich rasch zu entwickeln. Der Wechsel findet in den Köpfen statt. Er erfordert Mut und die Bereitschaft sich auf unbekannte Wege zu begeben, alte Zöpfe abzuschneiden und den Blick nach vorn in die Zukunft zu richten, Wer zu lange zurückschaut, stolpert! Der Generationswechsel, die Adaption von Technologien in das bestehende Geschäft und die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Geschäftsbeziehungen bestimmen den Generationswechsel. Doch technische Innovation ohne zwischenmenschliche Kommunikation ist blutleer und rauscht mit Karacho am Ziel vorbei! Hierzu braucht es die richtigen Menschen, die geeigneten Momente und die sorgfältige Vorbereitung und Planung. Ein Mediator oder externer Berater kann hier unterstützend und zielorientiert hinzugezogen werden. Jemand der die Unternehmenssituation kennengelernt hat und die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele und Visionen der Beteiligten zusammen bringen kann.

Generationswechsel mit der Gesellschaft
Auch Veränderungen in der Gesellschaft können Veränderungen im Unternehmen und in der Unternehmensführung auslösen.
Digitale Transformation hat nicht nur mit neuen Technologien, sondern vor allem auch mit einem neuen Denken zu tun. Das Internet wirkt sich fundamental auf alle Aspekte der Gesellschaft aus. Es beeinflusst wie Menschen arbeiten, ihr Geld verdienen und ausgeben, wie sie Informationen austauschen, wie in Zukunft gewählt wird und mit wem wir unser Leben teilen. Die Folgen reichen weit in unsere Unternehmen hinein. Vor allem die junge Generation prägt das Geschehen und muss es schaffen, die Senioren des Unternehmens mit zu nehmen. Generationswechsel in Wirtschaft und Industrie bedingt zwangsläufig auch einen Generationswechsel in Technologie, #Leadership und Wertekultur innerhalb des Unternehmens. Bislang passte sich der Mensch der Wirtschaft an, ließ sich von ihr beeinflussen und prägen, geleitet von dem Wunsch, ausschließlich den wirtschaftlichen Zielen gerecht zu werden. Es wurde umgesetzt, was für das Unternehmen gut und richtig erschien. Die Mitarbeiter dienten dem Mittel zum Zweck, ihre Bedürfnisse waren auf Lohn, soziale Absicherung und scheinbare Mitbestimmung beschränkt. Individuelle Entwicklung oder gar Zufriedenheit der Mitarbeiter waren für die Geschäftsführung kein großes Thema.

Heute in Zeiten der Work-Life-Balance erwarten die Mitarbeiter mehr und sind die Unternehmer bereit, mehr zu geben. Die Arbeit steht nicht mehr ausschließlich im Lebensmittelpunkt jetziger und zukünftiger Generationen. Persönliche Ziele und Wünsche in anderen Bereichen sowie deren Umsetzung prägen das Bild der Mitarbeiter. Das Internet der Dinge ist auch der Ort der Selbstverwirklichung für die persönliche Entwicklung, aber auch für eine zusätzliche Erwerbsquelle #Generationswechsel.

Unternehmen, die die Entfaltung der individuellen Potenziale gewährleistet und ihren Mitarbeitern die Chance geben auch im Unternehmensalltag das zu leben, was ihnen als Mensch wichtig ist, werden das Vertrauen der Mitarbeiter erhalten und sicher in die Zukunft schauen können. Nur dann werden die Unternehmen den Kampf um Talente gewinnen. Motivierte und engagierte, aber auch sachkundige sowie selbstbewusste Mitarbeiter werden die Zukunft des Unternehmens sichern. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen und verstanden wissen, arbeiten unabhängiger und selbständiger. Nun ist es die Aufgabe der Unternehmensleitung, für Begeisterung und Identifikationsmöglichkeiten bei den Mitarbeitern zu sorgen. Sie dürfen nicht immer nur den eigenen Profit und das alleinige Wohl der Firma im Auge haben. Der Generationswechsel in Unternehmen vollzieht sich in der Art der Führung, Organisation und Kommunikation, welches alles zusammen durch Begeisterung Werte für Mitarbeiter und Kunden schafft #Leadership.

Generationswechsel als Schlüssel zur Entwicklung
Notwendiger Wandel im Unternehmen lässt sich oftmals über die Übertragung auf die nächste Generation #Generationswechsel oder einen externen Nachfolger #Unternehmensnachfolge beschleunigen. Auch hier gilt „Neue Besen kehren gut“! Das heißt nicht zwangsläufig, dass alles Bisherige nicht gut war, sondern zeigt nur, dass sich Generationswechsel im Führungsstil, in der Entwicklung der Produkte und Prozesse, in der Kommunikation und in der Unternehmenskultur vollziehen muss, wenn es denn erforderlich ist. Und dies ist mit „neuen Köpfen“ einfacher. Generationswechsel wird dann erforderlich, wenn der Unternehmer nicht mehr zufrieden ist und die aktuelle Situation des Unternehmens stagniert oder gar rückläufig ist. Manchmal genügt hier ein ehrlicher Blick in die Bilanzen und die ehrliche Beantwortung der Fragen: Kann das Unternehmen unter der gegenwärtigen Führung die technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen gewinnbringend nutzen? Entspricht das, was wir hier tun, noch den Ansprüchen aller Beteiligten und schöpfen wir alle Möglichkeiten des sich wandelnden Marktes aus?

Generationswechsel findet in den Köpfen statt
Ein erfolgreicher Generationswechsel findet täglich in den Köpfen statt. Es geht um fortschreitende Erneuerung, der Unternehmer muss die Veränderung als Chance sehen, als neue Dimension der Unternehmenskultur und der Unternehmenswerte. Dann entsteht bei ihm die Bereitschaft die Veränderungen in Technologie und Gesellschaft für die eigene Entwicklung und Veränderung sinnbringend zu nutzen. „That`s Life – If you don`t like where you are, then change it!“

Susanne Habicht 2018