SELF-LEADERSHIP: Die Beherrschung von Selbstreflexion und Impulssteuerung. Wie wir an unserer Leadership arbeiten können - DR. HABICHT | Unternehmensentwicklung
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SELF-LEADERSHIP: Die Beherrschung von Selbstreflexion und Impulssteuerung. Wie wir an unserer Leadership arbeiten können

Effektive - transformationale - Führung beginnt bei effektiver Selbstführung. Wie arbeite ich an meiner Leadership?
Self-Leadership, Beherrschung von Selbstreflexion und Impulssteuerung

SELF-LEADERSHIP: Die Beherrschung von Selbstreflexion und Impulssteuerung. Wie wir an unserer Leadership arbeiten können

In einem vorherigen Blogbeitrag zum Thema Leadership ( http://bit.ly/2qbe7II ) habe ich mit dem Leitsatz begonnen„Effektive – transformationale – Führung beginnt bei effektiver Selbstführung“ und 14 Fragen gestellt. Wie wir uns persönlich entwickeln, hängt von der Bereitschaft zur Selbstreflexion ab, sich selbst in Situationen zu „beobachten“ und damit die Fähigkeit zu entwicklen, um auf adaptive Herausforderungen zu reagieren.

Wie wirkt das, was ich tue?

Was ist das Ergebnis meiner Arbeit? Wie entwickeln sich die Zahlen, Strukturen und das Miteinander und alles, wofür ich verantwortlich bin? Wie reagiere ich auf Einflüsse und Ergebnisse in meinem Verantwortungsbereich? Was steckt hinter meinem Verhalten und meinen Entscheidungen? Im Fokus der Selbstreflexion steht die Selbstbeobachtung des eigenen Verhaltens, der eigenen Gedanken und Gefühle. Die wenigsten sind sich jedoch ihrer Wirkung bewusst. Viele haben sich bereits in der Welt der Reizüberflutung verloren und finden keine Zeit für den Blick in den inneren Spiegel. Für andere war und ist Reflexion des eigenen Handelns aber auch geprägt von Zerrbildern oder Selbstüberschätzung.

Fangen Sie mit einer der 14 Fragen an ( http://bit.ly/2qbe7II ), indem Sie sich auf einer Skala mit Schulnoten einordnen. Wie erfüllen Sie beispielsweise den Punkt 8: „…fördern Sie die Fähigkeiten und persönliche Entwicklung von Mitarbeitern? Täglich? Bei jeder Gelegenheit? Gelten Sie als jemand, von dem Ihre Mitarbeiter lernen können? Welche Note geben Sie in diesem Punkt sich selbst?

Selbtstreflektion hat Priorität 1

Eine fundierte Selbstreflexion nimmt Zeit in Anspruch und ist – sofern Sie die Sache ernst nehmen – auch keine einmalige Sache. Es handelt sich dabei um einen Prozess der persönlichen Weiterentwicklung, der sich über viele Jahre erstreckt. Bevor ich Ihnen einige beispielhafte Fragen stelle, noch ein Hinweis zu den Risiken und Nebenwirkungen:  Es kann durchaus sein, dass Sie Antworten auf Fragen erhalten, die Sie sich womöglich noch nie gestellt haben und vielleicht auch nie stellen wollten.

  • Was zeichnet Sie aus?
  • Was macht für Sie gute Führung aus?
  • Wann nehmen  Sie sich als wirksame Führungsperson wahr?
  • Wie werden Sie bei einer 360° Beurteilung abschneiden?
  • Wie möchten Sie gerne gesehen / empfunden werden?
  • Was erwarten Ihre Mitarbeiter von Ihnen?

Nehmen Sie sich bitte bei nächster Gelegenheit – der beste Augenblick ist immer SOFORT! – die Zeit und schreiben Ihre Antworten dazu auf. Ohne Wenn und Aber! Voraussetzung: Zeit nehmen! Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass es nur selten gelingt, in der Hektik des täglichen Geschäfts die notwendige Ruhe und Muße zur Selbstreflexion zu finden. Die Zeit für eine gründliche Selbstreflexion finden die Meisten zum ersten Mal im Rahmen einer ersten Auszeit. Weit weg, fernab der Verpflichtungen des Trubels und der 24-Stunden-Rundum-Versorgung von Radio, Fernsehen, Internet etc. Sehr hilfreich für mich persönlich ist die Zusammenarbeit mit Menschen, zu denen ich Vertrauen habe und bei denen ich mich einer persönlichen Kritik stellen kann.

Steuerung der Impulse für Leadership 

Machiavelli sagte, dass wir von zwei Hauptimpulsen, Liebe und Angst getrieben werden.  Führen kann nur, wer sich selbst führt. Dabei wird davon ausgegangen, dass Führungspersonen, die in ihren Führungsaufgaben Begeisterung und Freude erleben, damit auch ihre Mitarbeitender inspirieren. In schwierigen Situationen geht es entsprechend darum, die eigenen Emotionen wahrzunehmen, konstruktiv damit umzugehen, also sich selbst zu führen und dadurch positiv im seiner Rolle zu agieren. Die Impulse innerhalb der Führungsrolle basieren auf der inneren Geisteshaltung. Es sind Impulse wie Liebe oder Angst oder Triebe wie Prestige oder Dominanz, die uns leiten. Entscheidend ist, ob wir in der Lage sind Impulse oder Triebe zu steuern, nur dann managen wir uns selbst.

Bekannt ist der Selbstmanagementansatz der zum Ziel hat, die eigene Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft langfristig zu erhalten. Im Vergleich dazu ist bei Self-Leadership der Grad der bewussten Selbstbeeinflussung um ein Vielfaches höher. Der selbstbeeinflussende Fokus richtet sich auf folgende Fragen aus: Was will ich tun? Warum will  ich es tun? Und: Wie soll ich es tun? Es wird also ein Prozess angeregt, in dem Sie sich selbst ein Ziel setzen, Werte dazu klären und Gedanken wie Verhalten auf dieses Ziel ausrichten. Dieses Fokussieren ermöglicht die Weiterentwicklung Ihrer persönlichen   Stärken,  indem  die aus sich selbst heraus entstehende (intrinsische) Motivation gefördert wird. Self-Leadership ist eine fähigkeitsbezogene Kompetenz, die man trainieren und entwickeln kann.

Konstruktive Gedankenmusterstrategien

Die sich selbst gesetzten Grenzen und Ziele geben im eigenen Entwicklungsprozess für Leadership die  nötige Ausrichtung. Hilfreich bei der Umsetzung des eigenen Entwicklungsprozesses ist das Imaginieren von Erfolg und erfolgreicher Arbeit. Dies kann über das Führen positiver Selbstgespräche sowie das Bewerten eigener Überzeugungen und Sichtweisen erfolgen. Wichtig dabei ist, dass in selbstreflexiver Analyse pessimistische Selbstgespräche gestoppt und durch positive Selbstgespräche ersetzt werden. Dabei zeigt es sich, dass laute Selbstgespräche effektiver sind als innerlich geführte Monologe. Sie mögen diese Technik als gewöhnungbedürftig empfinden. Sie haben recht, aber es ist eine meiner praktischen Empfehlungen und Selbstsuggestion ist ein sehr gutes Werkzeug für Self-Leadership.

Eigene Überzeugungen und Sichtweisen bilden sich auf natürliche Weise unbewusst. Sie erzeugen Impulse, dirigieren unser Denken und Verhalten. Es ist daher wichtig, sich erstens der eigenen Wirkung und Überzeugungen bewusst zu werden und sich zweitens mit diesen Dingen auseinanderzusetzen. Danach geht es an die bewusste Entwicklung der Self-Leadership durch Steuerung von Impulsen und Arbeiten mit Gedankenmusterstrategien. Mit beidem muss man nicht warten. Die Entwicklung der Self-Ledadership kann sofort beginnen. Jetzt in den inneren Spiegel schauen, sich die entscheidenden Fragen stellen und erfolgreiche Selbstgespräche führen.

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