Leadership: Harte Arbeit an der Unternehmenskultur, lernen und üben machen den Meister. - DR. HABICHT | Unternehmensentwicklung
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Leadership: Harte Arbeit an der Unternehmenskultur, lernen und üben machen den Meister.

Leadership: Harte Arbeit an der Unternehmenskultur, lernen und üben machen den Meister.

Über die Arbeit an der eigenen Leadership und das Thema Selfleadership habe ich mehrmals im Blog geschrieben. Heute inspirieren mich für den Blogbeitrag die Erkenntnisse aus zwei aktuellen Studien, die eine von McKinsey: “Culture is the most significant self-reported barrier to digital effectiveness“. Die zweite von Capgemini: „Unternehmenskultur behindert Digitalisierung“. Das haben wir doch schon lange vorher gewusst. Die x-te Studie mit dem Ergebnis: Mindset, Leadership und Culture sind verantwortlich, dass es mit der Digitalen Transformation und allen anderen Changeprojekten nicht schnell genug voran geht.

Bei Capgemini heißt es: „Kultur ist entweder das größte Hindernis oder aber der stärkste Beschleuniger digitaler Transformation wie auch Innovation“. „Viele Manager glauben, dass ihre Unternehmenskultur bereits digital sei. Aber wenn man ihre Mitarbeiter fragt, dann sehen die das völlig anders. Diese Lücke zeigt ein Fehlen von digitaler Vision, Strategie und taktischer Umsetzung von oben.“

Schon lange vor dem Zeitalter der Digitalen Transformation haben wir gemerkt, dass die Entwicklungsfähigkeit und Bereitschaft für die Unternehmensentwicklung in der Unternehmenskultur verankert ist. Wir benötigen dafür keine zusätzlichen Studien für die Digitale Transformationswelle. Für die Kultur des Unternehmens sind die Leute an der Spitze immer verantwortlich.

Insgesamt kommen folgende Attribute zum Tragen, die eine „digitale Unternehmenskultur“ beschreiben: die Art der Zusammenarbeit, Innovation, offene Kultur, Digital-First-Vorgehen, Agilität und Flexibilität sowie Kundenzentrierung und ein datengetriebener Ansatz. In beiden Studien wird gemittelt von ca. 50% Underperformance gesprochen, was diese Attribute einer notwendige Kultur für den digitalen Wandel betrifft.

In vielen Unternehmen diktiert das operative Geschäft die gesamte Ausrichtung der Organisation. In anderen Unternehmen sitzen an der Spitze Experten für das Kerngeschäft, die aber keine Erfahrung oder Ideen für Innovationen, Personalentwicklung oder die bewusste Gestaltung der Unternehmenskultur besitzen. Nehmen Sie beispielsweise ein Handelsunternehmen, welches vom Gründer aufgebaut und bis heute geführt wurde. Bis vor einigen Jahren genügte es in vielen Handelssparten gut einzukaufen und gute Verkäufer zu finden. Innovationen bestanden in der Farbe des Printkataloges oder dem Firmenlogo. Jetzt verändern Technologien das angestammte Geschäft immer schneller und nur derjenige mit neuen Ideen, die auch umgesetzt werden, wird überleben.

Für viele Top Führungskräfte ädern sich die Themen Ihrer Arbeit. Für diejenigen, die spüren, dass sie Ihre Unternehmen an die veränderte Situation anpassen müssen, muss die Unternehmenskultur auf die Agenda. Mitspielen kann ein Unternehmen nur, wenn es für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter im jetzigen Umfeld attraktiv ist.  Ich sehe die Firmenkultur nicht als „weichen“ Faktor, der nur wenig beeinflussbar ist. Mein Appell richtet sich besonders an Unternehmer mittelständischer Firmen: Etablieren Sie die Entwicklung der Unternehmenskultur als Führungsaufgabe gemeinsam mit der Belegschaft. Ein externer Coach beispielsweise für agile Methoden, Changemanagement oder die Kommunikation kann helfen, kulturelle Aspekte bewusst anzugehen, statt zu erwarten, dass sie sich automatisch verändern.

Bei der Entwicklung der Unternehmenskultur geht es um Aspekte der Hierarchie und Entscheidungsmacht, Rollenverteilung, Kommunikation oder Personalentwicklung und die Auswirkungen dieser Themen auf die Customer Experience.

Ich habe eine Mission, und die lautet nicht immer wieder zu sagen, was wir nicht haben, sondern aufzuzeigen wie wir beispielsweise an der Kultur eines Unternehmens arbeiten. Deshalb müssen wir erstens sagen welche Kultur wir im Vergleich zu der jetzigen haben wollen. Und dann ran an die Veränderung, und zwar ganz praktisch.

Fangen wir doch damit an, dass wir unsere Mitarbeiter und Kunden fragen was Sie ändern würden. Wahrscheinlich ist es besser diese Befragung von Externen durchführen zu lassen. Ich empfehle für den Einstieg in die Kulturentwicklung einen mehrtägigen professionell vorbereitetet und moderierten Workshop. Wenn der gut gemacht wird und erfolgreich verläuft, dann ist das oft ein Meilenstein in der Firmengeschichte. Besonders in den „Old-School“ Unternemen mit einer eher traditionellen Führungsstruktur, sorgt ein guter Kickoff Workshop für Begeisterung und Engagement, um gemeinsam an einer attraktiven Unternehmenskultur zu arbeiten.

Nicht reden, MACHEN!